Marine Species Identification Portal : Ostreopsis siamensis

Ostreopsis siamensis Schmidt, 1902
Artenübersicht:
Ostreopsis siamensis ist eine gepanzerte, marine, benthische Dinoflagellatenart. Es wurde zuerst aus Planktonproben aus dem Golf von Siam (Thailand) identifiziert.
Taxonomische Beschreibung:
Arten dieser Gattung sind anterio-posterior komprimiert und werden in apikaler oder antapikaler Sicht beobachtet. Die Epitheca und Hypotheca unterscheiden sich nicht merklich in der Größe. Einzigartige Merkmale dieser Gattung sind auf dem Cingulum. In der ventralen Ansicht zeigt das Cingulum zwei markante Strukturen: eine ventrale Platte (Vp) mit einer ventralen Pore (Vo) und eine angrenzende gekrümmte geriffelte Platte (Rp). Das Unterscheidungsmerkmal auf Artenebene ist die Form der ersten apikalen Platte (1′) auf der Epitheca (Abb. 1) (Faust et al., 1996).
Zellen von O. siamensis sind in apikaler Ansicht tränenförmig und seitlich abgeschwächt (Abb. 1,2). Die Kalziumoberfläche ist glatt mit gleichmäßig verstreuten runden Poren (Abb. 1,2). Es sind große (0,5 µm Durchmesser) und kleine (0,1 µm Durchmesser) Poren vorhanden (Abb. 3). Zellen haben einen dorsoventralen Durchmesser von 108-123 µm und einen Transdurchmesser von 76-86 µm (Faust et al., 1996).
Thecal Plate Description:
Die Plattenformel für Ostreopsis siamensis lautet: Po, 3′, 7″, 6c, 6s?, Vp, Rp, 5″‚, 1p, 2″“. Auf der Epitheca ist eine eng gekrümmte apikale Porenplatte (Po) eng mit der schmalen apikalen Platte 2′ assoziiert (Fig. 4). Die apikale Pore erscheint als gekrümmter Schlitz von 2 µm Länge (Fig. 1,4). Die 1‘-Platte ist schmal und fünfeckig (Abb. 1). Die Hypothek besteht aus acht Platten (Abb. 2). Die hintere Interkalarplatte (1p) ist groß, länglich (26 X 55 µm) und fünfeckig (Abb. 2). Die Platte 1″“ berührt den sulkalen Bereich (Fig. 2,5) (Faust et al., 1996).
Das schmale Cingulum ist tief mit glattem Rand (Abb. 1,2) und besteht aus sechs Platten. Im Cingulum befindet sich das Vo auf dem Vp neben einem protuberanten Rp (Abb. 5,6). Die Vo kann offen oder geschlossen sein. Der Sulcus ist klein, vertieft und unter den Platten 1 „“ und 2″“ verborgen (Abb. 5) (Faust et al., 1996).
Morphologie und Struktur:
Zellen von O. siamensis sind photosynthetisch und enthalten zahlreiche goldbraune Chloroplasten (Abb. 8). Ein großer Kern ist posterior (Faust et al., 1996).
Fortpflanzung:
O. siamensis vermehrt sich asexuell durch binäre Spaltung.
Artenvergleiche:
O. siamensis unterscheidet sich von anderen Arten der Gattung durch eine Reihe von Merkmalen: 1. tropfenform; 2. große Zellgröße; und 3. kleine runde gleichmäßig verteilte Kalkalporen (Faust et al., 1996).
Ökologie:
O. siamensis sind benthisch, epiphytisch und können tycoplankton sein (Steidinger und Tangen, 1996). Sie wurden in Planktonproben beobachtet, aber es ist am häufigsten mit Sand und als Epiphyten auf Makroalgen assoziiert. Bei dieser Art, die aus belizischen Gewässern gesammelt wurde, wurden häufig verschlungene Zellen beobachtet, was auf eine mixotrophe Fütterung hindeutet. Die ventrale Pore (Vo) ist die vorgeschlagene Fütterungsvorrichtung (Faust et al., 1996). Diese Zellen schwimmen sehr langsam und drehen sich um die dorso-ventrale Achse (Fukuyo, 1981).
Toxizität:
Diese Spezies ist ein bekannter Toxinproduzent; Es produziert ein Analogon von Palytoxin (Nakajima et al., 1981, Usami et al., 1995).
Lebensraum und Lokalität:
Ostreopsis siamensis wurde in verschiedenen tropischen Regionen der Welt beobachtet. Populationen wurden ursprünglich in Planktonproben aus dem Golf von Siam (Thailand) entdeckt (Schmidt, 1902: Abb. 5-7) und dann über 70 Jahre lang selten wieder beobachtet. Zellen wurden später als Epiphyten auf Makroalgen im Pazifischen Ozean gefunden (Taylor, 1979a, Yasumoto et al., 1980a, Fukuyo, 1981, Nakajima et al., 1981, Holmes et al., 1988), dem südwestlichen Indischen Ozean (Quod, 1994), den Florida Keys (Bomber, 1985) und der Karibik (Carlson, 1984, Tindall et al., 1984, Ballantine et al., 1988, Faust, 1995, Faust und Morton, 1995). Sie wurden auch mit Sand in der Karibik in Verbindung gebracht (Faust et al., 1996).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.